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Franziska
Franz

Franziska Franz: Mainkurtod

Die 26jährige Marlene aus Westfalen arbeitet seit kurzem als Maklerin für das Immobilienbüro von Clemens Richter und dessen Partnerin Anja Malmann in Frankfurt. Bald muss sie feststellen, dass hier ominöse Dinge vorgehen. Die frühere Mitarbeiterin Beate wurde gefoltert und ermordet am Main gefunden, eine weitere Angestellte (Irina) ist spurlos verschwunden. Auch das Verhalten des (ehemaligen Liebes-)Paars Anja und Clemens ist höchst verstörend. Beide werben um die Gunst und das Vertrauen von Marlene, schildern aber Geschehnisse so widersprüchlich, dass eine/r wohl lügen muss – nur wer? Das müsste für Marlene eher Grund genug sein, das Weite zu suchen.

Doch es ist schon zu spät, denn schon im ersten Kapitel des Krimis ist Marlene in einem stockfinsteren Kellerraum gefangen. Fortan wird die Geschichte (zeitversetzt) parallel erzählt, einerseits Marlenes Gefangenschaft und andererseits die Entwicklungen dahin. Dass der Leser also schon früh weiß, was mit Marlene passiert, tut der Spannung aber keinen Abbruch. Allein schon das Verwirrspiel um Anja und Clemens hat Psycho-Thriller-Qualitäten, wobei die Ereignisse in diesen Fabrikkellern in Frankfurt-Fechenheim nichts für empfindliche Gemüter sind. Der Plot ist handwerklich sauber entwickelt, so dass der Leser zum Miträtseln und Kombinieren angeregt wird. Gut beschrieben finde ich auch die psychologischen Aspekte – was passiert (Marlene), wenn einem der Boden der Wirklichkeit unter den Füßen zu schwimmen beginnt. Also, das war ein Lesegenuss!

 

Land: Deutschland
Genre: Krimi
Verlag: Edition Krimi, Hamburg
Jahr: 2019
Seiten: 280
Rezension von HK am 10.01.2020
Krimi
(280 Seiten)
Deutschland