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Stephen King: Erhebung

Scott, 42 Jahre, ist Webdesigner in der Kleinstadt Castle Rock und beobachtet seltsame Veränderungen: Obwohl er ständig an Gewicht verliert, sind an seinem Körper keine Veränderungen zu erkennen. Auch sein Freund (und ehemaliger Arzt) Bob steht vor einem Rätsel. Zwischenzeitlich gerät Scott mit seiner neuen Nachbarin Deirde in einen Konflikt, weil deren Hunde ihr Geschäft in seinem Vorgarten verrichten, sie kein Entgegenkommen zeigt und ihn stattdessen arrogant abweist. Deirde ist mit ihrer Frau Missy Inhaberin des veganen Restaurants „Holy Frijole“, das allerdings gemieden wird, weil die Kleinstädter Vorurteile gegen eine lesbische Ehe hegen. Nun will Deirde, ehemalige Profi-Läuferin, den Turkey Trot (den jährlichen Marathonlauf in Castle Rock) gewinnen, um ihr Image aufzubessern. Aber auch Scott, dessen Gewichtsverlust ihn immer mehr von der Schwerkraft befreit, läuft mit. Wie es ausgeht – mit dem Lauf und mit Scott – soll hier nicht verraten werden.

Mein erster Stephen King (Weihnachtsgeschenk) und so ganz anders, als ich bisher von ihm gehört habe (Grusel, Horror). Eher eine psychologisch differenzierte Geschichte über Kleinstadtmilieu und gegenseitige Vorurteile, aber auch Zugewandtheit und Nächstenliebe. Ja, in der Tat irgendwie auch eine anrührende Weihnachtsgeschichte.

Land: USA
Genre: Roman
Verlag: Heyne, M√ľnchen
Jahr: 2018
Seiten: 144
Rezension von HK am 26.12.2018