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Wolf Haas: Junger Mann

Der 13jährige Internatsschüler (wird irgendwo ein Name genannt?) jobbt in den Ferien in seinem österreichischen Dorf an der Tankstelle (die Geschichte spielt in den 1970er Jahren und der Zeit der Ölkrise und Fahrverbote). Dort begegnet ihm die 20jährige Elsa, Frau des LKW-Fahrers Tscho, und er verliebt sich sofort. Nun sind ihm seine 93 Kilo zu viel und er beginnt mit einer Abmagerungskur. Direkt vor der Villa, in der Elsa als Haushälterin arbeitet, hat sein Fahrrad einen Platten. Während er repariert bietet ihm Elsa etwas zum Trinken an, lässt ihn die Hände waschen und fordert ihn sogar zum Bad im Swimmingpool auf. Er lehnt (natürlich) ab, ist aber von jetzt an überzeugt, dass Elas ihm zugetan ist. Schließlich nimmt ihn Tscho auf eine Tour nach Thessaloniki mit, weil er ihm mit seinen Englischkenntnissen beim Zoll helfen könnte. Auf der Fahrt erlebt er so einiges, und die Rückkehr nach Österreich bedeutet für alle ein glückliches Ende der Geschichte.

Na, sind sie jetzt richtig scharf auf die Geschichte? Ich wurde es vor dem Lesen nicht (weil kaum was im Klappentext steht) und danach nicht (mehr). Ich dachte, ist von Wolf Haas, also muss gut sein. Bisserl der bekannte Wortwitz und die Situationskomik, bisserl die übliche horizontale Limitiertheit – aber auch bisserl fad.

Land: Österreich
Genre: Roman
Verlag: Hoffmann und Campe, Hamburg
Jahr: 2018
Seiten: 240
Rezension von HK am 14.06.2019