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575 Bücher - und was mir dazu eingefallen ist....

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Ivana
Sajko

Ivana Sajko: Liebesroman

Irgendwann – vor „tausend Jahren“ haben sie sich ineinander verliebt, hatten Sex am Strand, er kam zu früh und sie wurde schwanger. Nun leben sie in einer kleinen Wohnung, sie hat ihren Theaterjob für das Kind aufgegeben, und er will einen Liebesroman schreiben. Doch er verbringt Tage depressiv auf dem Sofa und verzweifelt an der schlechten wirtschaftlichen Lage. Sie macht ihm Vorwürfe (das macht den Großteil des Textes aus) wegen seiner Passivität. Trotz kleiner Lichtblicke geht es steil bergab.

Das war schon im Wesentlichen die Handlung. Dazwischen ist das Büchlein angefüllt mit bitterem Hadern mit dem misslungenen Leben und Verzweiflung über die Perspektivlosigkeit. Dies schütten beide sich gegenseitig über den Kopf. Das Gegenteil eines „Liebesromans“, eher noch ein Roman über die verlorene Liebe, die aber auch nicht helfen würde. Faszinierend ist aber die drängende, atemlose Sprache – ein Stakkato der „Wörter, Wörter, Wörter“ (so beginnt der Roman), die dem Leser entgegengeschleudert werden und ihn in den Bann des Untergangs ziehen. Selten haben Form und Inhalt so zusammengepasst.

 
 

Land: Kroatien
Genre: Roman
Verlag: Voland & Quist, Dresden / Leipzig
Jahr: 2017
Seiten: 176
Rezension von HK am 02.04.2018
Roman
(176 Seiten)
Kroatien