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Frank
Schuster

Frank Schuster: Sternenfutter

In einer nicht allzu fernen Zukunft ist die Erde von den Phagen, einem Volk von einem anderen Planeten, kolonisiert. Die Phagen sind Menschenfresser, doch die Ergs, die dortigen Opfer, waren von einer Pandemie befallen. So werden die Erdenmenschen in Zuchtstationen gehalten und geschlachtet, wie sie es selbst früher mit Tieren getan haben. Sie sind weitgehend entzivilisiert, können kaum noch Lesen und Schreiben und haben nur vage Erinnerungen an die frühere Welt, wie z.B. Jara die Hauptperson des Romans. Doch es gibt auch noch die „Wildmenschen“ außerhalb der Zuchtstationen. Jara gelingt die Flucht dorthin und gemeinsam entwickeln sie einen ebenso listigen wie tollkühnen Plan, um die Menschen zu befreien. Doch dazu müssen sie unbemerkt auf den Planeten der Phagen gelangen.

Der spannend und flott geschriebene Roman wirkt durch die einfache und klare Sprache, in der die Szenen entfaltet werden. Und passt gut zum Prozess der Re-Zivilisierung, der Wiederaneignung menschlicher Kultur, der besonders von Jara verkörpert wird. Eine interessante Aufforderung nachzudenken, was zum Menschsein eigentlich gehört. Und erfrischend offen wird die Kontroverse gehalten, ob Menschen – gerade angesichts des eigenen Schicksals – Fleisch essen sollten. Insgesamt ist es kein Orwell, Huxley oder Samjatin, aber das Lesen hat Spaß gemacht.

 

Land: Deutschland
Genre: Roman
Verlag: mainbook, Frankfurt
Jahr: 2018
Seiten: 200
Rezension von HK am 22.04.2018
Roman
(200 Seiten)
Deutschland