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Jochen
Frickel

Jochen Frickel: Villa Clementine

Im Jahr 1888 trifft die serbische Königin Natalija mit ihrem Sohn Aleksandar in Wiesbaden ein. Der Kronprinz soll dort seine Schulausbildung fortsetzen. Hintergrund ist aber auch, dass die Ehe Natalijas mit ihrem Mann, König Milan, völlig zerrüttet ist. Andererseits steht Milan politisch erheblich unter Druck und will seinen Sohn, den Thronfolger, nach Serbien zurückholen, um seine Macht zu stabilisieren. Und dazwischen agieren noch eine oppositionelle Untergrundorganisation, die „schwarze Spinne“, der russische Geheimdienst und die preußische Regierung, alle mit jeweils ganz speziellen Interessen. Zwischendrin der umtriebige Reporter Freddie Diekmann, der das Vertrauen der Königin gewinnt (und das Herz von Marie, der Erzieherin des Kronprinzen) und mit Tricks und Finten versucht, das Unvermeidliche – die Rückführung Aleksandars nach Serbien – zu verhindern.

Aus einigen historischen Fakten (im Kern der Besuch der Königin mit ihrem Sohn in Wiesbaden) hat der Autor eine lebendige und facettenreiche Geschichte gestrickt. Etwas von Krimi und Agententhriller, aber auch Liebesgeschichte und politischer Roman. Die Protagonisten sind sehr farbig und eingängig beschrieben (mit Ausnahme des Bruchs in Persönlichkeit und Motiven Freddie Diekmanns). Sehr gelungen ist aus meiner Sicht die illustrative Beschreibung der Alltagskultur, des Lebens und Lebensgefühls im preußischen Wiesbaden im ausgehenden 19. Jahrhundert – wie auch jene des preußischen Beamtenapparats.

 

Land: Deutschland
Genre: Krimi
Verlag: Roland Reischl, Köln
Jahr: 2018
Seiten: 348
Rezension von HK am 10.06.2018
Krimi
(348 Seiten)
Deutschland